Interview mit Jenny Ospelt, IloveSpa.de

i-love-spa

Frau Ospelt, Ihr Blog Ilovespa.de feierte diesen Juli seinen mittlerweile 4. Geburtstag. Worum dreht es sich in Ihrem Blog genau?
Es geht im Großen und Ganzen um Entspannung. Zum Einen ganz banal im physischen Sinne, wenn ich meinen Leser(-innen) großartige Behandlerinnen und Behandler empfehle, zum Anderen lege ich aber ebenso großen Wert auf Entspannung im Kopf. So nach dem Motto „Einfach mal lockermachen“.
Ich bin ja ein großer Fan der Selbstannahme/Selbstakzeptanz und äußere mich auch ganz gerne mal kritisch gegenüber Bikini Challenges oder dem Selbstoptimierungswahn, der unter dem yogischen Deckmäntelchen der Spiritualität um die Ecke kommt und mit Superfoods wedelt. Damit bei so viel Entspannung nicht alle wegschnarchen, gibt‘s aber auch regelmäßig Artikel aus dem Bereich sexy Naturkosmetik, Home Spa und Yoga.

Das Thema macht Ihren Blog ziemlich einmalig – wie kamen Sie auf die Idee?
Ich bin ja ausgebildete Physiotherapeutin. Nach ein paar Jahren klassisch medizinischer Tätigkeit in der Sportorthopädie bin ich über die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff in die Spa Branche abgedriftet und habe sofort gemerkt, dass das genau mein Ding ist. Allerdings habe ich auch ziemlich schnell gemerkt, dass ich kaum ausgebildete Kollegen habe. Ich wurde in den vergangenen 10 Jahren nicht selten von Kollegen, die den Unterschied zwischen Kreuzband und Kreuzbein nicht kannten, als überqualifiziert beschimpft.
Das hat mich immer wieder ernsthaft bestürzt. Und dann hab‘ ich das mit der Qualitätssicherung 2012 einfach selbst in die Hand genommen und den Blog gelaunched. Eigentlich wollte ich nur eine Übersicht für Berlin erstellen. Dass das so eskaliert konnte ja niemand ahnen.

Als freiberuflicher Spa Therapist – zuletzt im Hotel de Rome in Berlin – sind sie unbestreitbar Fachfrau. Worauf
legen Sie Ihr Hauptaugenmerk, wenn Sie selbst ein Treatment buchen?
In Spas werden nicht nur Wellnessmassagen, sondern auch klassische Massagen, Sportmassagen oder Deep Tissue Massagen sehr häufig bei Kosmetikerinnen eingebucht. Das passiert in der Regel aus wirtschaftlichen Gründen.
Ich habe in meiner 10-jährigen Hotellerie-Laufbahn aber kaum eine Kosmetikerin kennengelernt, die gerne tief arbeitet. Da ich, bedingt durch den Blog, ja sehr viele Behandlungen bekomme, muss ich leider einräumen, dass man den Unterschied in 9 von 10 Fällen sofort merkt.
Ich werde sehr häufig einfach nur oberflächlich eingeölt. Das ist ein sehr unbefriedigendes Gefühl, wenn man 90 Minuten rumliegt mit einem verspannten Muskel im Nacken und der Behandler oder die Behandlerin einfach immer nur über die Haut glitscht.Ein weiteres, mindestens ebenso großes Problem, stellt die Auslastung der Behandler(-innen) dar. Gerade angestellte Spa Therapists werden aus Gründen der Wirtschaftlichkeit genötigt, energetische Arbeit im Fließbandmodus zu verrichten. Sowas funktioniert nicht. Und das merke ich auch sofort. Eine(n) erschöpfte(n) Behandler(-in) erkenne ich mittlerweile beim ersten Hautkontakt.

SpaRitual war als Partner nun schon bei allen Blog-Geburtstagen dabei, und zwischendrin kooperieren wir ja auch hin und wieder. Unser Motiv ist klar – welches ist Ihres, mit uns zusammenzuarbeiten?
Ich mag vor allem die Nagellacke sehr gerne. Sie gehören zu den „saubersten“, die mir bisher untergekommen sind. Und vegan sind sie auch noch. Außerdem finde ich es auch ganz cool, als Spa Blogger immer wieder explizit Spa Brands vorzustellen, die man auf den meisten Beauty Blogs nicht findet.

Und zu guter Letzt: Welches ist Ihr Lieblingsprodukt von SpaRitual?
Da muss ich nicht lange überlegen. Die Lacquer Remover Cloths!

Tags: Interview
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel